Hydrothermale Geothermie: Kosten und Förderung
Definition Geothermie
Unter dem Begriff Geothermie versteht die Wissenschaft allgemein die thermische, im erreichbaren Teil der Erdkruste gespeicherte Energie. Insofern wird die Geothermie in Deutschland ebenso häufig als Erdwärme bezeichnet.
Oberflächennahe Geothermie in Deutschland: Vor und Nachteile
Die Nutzung von Erdwärme-Energie gehört im Falle ihrer Nutzbarmachung zu der Gruppe der regenerativen Energien. Der Begriff ist ebenfalls eine Bezeichnung für die wissenschaftliche und technische Auseinandersetzung mit allen denkbaren Fragen der Erdwärmenutzung, insbesondere der Untersuchung und Nutzung von Geothermie in NRW, Bayern und Baden Württemberg. Diese beruht dabei nach wissenschaftlicher Auffassung auf zwei unterschiedlichen Prozessen, zum einen auf Abfallwärme aus dem Prozess der Erdentstehung, der sogenannten Akkretion, zum anderen aus Kernzerfall (also radioaktivem Zerfall) der seit jeher in den äußeren Erdkrusten Geothermie bzw. Erdwärme erzeugt. Das genau Verhältnis zwischen den beiden Prozessen ist dabei heutzutage noch weitgehend ungeklärt und streitig. Während die verschiedenen Meinungen teilweise stark auseinander gehen, kann einer moderaten Meinung gefolgt werden, die ein Verhältnis von 30% Abfallwärme zu 70% aus radioaktiven Prozessen annimmt.
Tiefe Geothermie-Bohrungen zur Stromerzeugung
Die Erdwärme Bohrung ist in den äußeren Erdkrusten nicht nur für die Wissenschaft interessant sondern wird seit geraumer Zeit durch den Menschen wirtschaftlich nutzbar gemacht. Die jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten hängen dabei in erster Linie von dem Ursprung der Erdwärme ab. Es ist bei der Geothermiebohrung zu unterscheiden zwischen unterschiedlichen Tiefenstufen, die zum Teil hohe Investitionen für die Bohrgeräte implizieren. Die verhältnismäßig einfach erreichbare Erdwärme in den höher gelegenen Erdschichten wird vorrangig direkt genutzt, da dort der Wirkungsgrad der Geothermie-Projekte die Kosten rechtfertigt. Dazu dient die sogenannte Wärmepumpenheizung. Diese gewinnen über eine Wärmepumpe Wärme beziehungsweise Energie aus der Umwelt, mithin auch aus der Erdkruste, und nutzen sie zum Heizen oder gar Kühlen. Häufig sind solche Wärmepumpen insbesondere in Einfamilienhäusern anzutreffen, wo sie als Geothermie-Heizung dienen.
Leitfaden Geothermie-Heizung: Wirtschaftlichkeit und Fördermittel
Die Betreiber einer Geothermie-Heizung (auch Erdwärmeheizung genannt) erhoffen sich insbesondere finanzielle Vorteile durch die Benutzung regenerativer Energien. Ebenfalls eine Rolle spielt die Förderung der Geothermie und die zu erzielende Kosteneinsparung. Die Erdwärme-Tiefenbohrung in den tieferen Schichten des Erdmantels ist naturgemäß aufwendiger und kostspieliger zu gewinnen. Allerdings steigt im Grundsatz auch die Temperatur nahezu proportional zur Tiefe. Insofern besteht trotz aufwendiger Gewinnung und Nutzung von Erdwärme-Energie ein hohes Interesse an der Erschließung dieser geothermischen Energie mit Hilfe spezieller Bohrgeräte. Allerdings kann diese, schon allein aus Kostengründen, nicht für ein Geothermie Einfamilienhaus gewonnen werden. Vielmehr bestehen hier große industrielle Werke, die die gewonnene Geothermie zur Stromerzeugung nutzen.