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Archiv für die 'Gesundheit' Kategorie

Essen als Sucht

Freitag 14. März 2008 von admin

Das Experiment ist eine Qual für die Probanden. Acht Stunden lang bekommen sie nichts zu essen, und nun zeigen ihnen die Wissenschaftler Bilder von Spaghetti, Hähnchen und Schokolade. Anschließend dürfen die Teilnehmer sich den Bauch vollschlagen, und die Bilder werden ihnen noch einmal gezeigt. Dabei messen die Forscher um Kevin Le Bar von der Duke University in North Carolina die Gehirnaktivität der Probanden. Das Ergebnis: Bei den hungrigen Patienten ist der Mandelkern, das Zentrum der Urgefühle des Menschen, auf dieselbe Weise aktiv wie bei Kokainabhängigen.

Ein noch eindeutigeres Indiz dafür, dass Nahrungsmittel wie Drogen wirken können, findet sich im Belohnungszentrum des Gehirns. Nervenzellen im Mittelhirn sondern den Botenstoff Dopamin ab. Die Folge sind Glücksgefühle. Sieht ein Hungriger ein Steak, ist eine wahre Dopaminschwemme die Folge genau so wie sie Kokain verursacht.

Inzwischen essen Menschen so viel, dass bereits eine messbare Reizüberflutung im Gehirn stattfindet. Weil die Dopaminproduktion durch den ständigen Genuss so stark angekurbelt wird, reduziert das Gehirn im Gegenzug die Anzahl der Rezeptoren, die den Botenstoff wahrnehmen, um die Überdosis an Glück überhaupt verarbeiten zu können. Wissenschaftler bewiesen: Je höher das Körpergewicht, desto geringer die Anzahl der Rezeptoren. Und hier beginnt der Teufelskreis. Um nämlich jetzt noch ein gleichwertiges Wohlgefühl zu erzeugen, müssen die Betroffenen mehr essen, damit dieselbe Dopamin-Wirkung wie vorher wahrgenommen wird.

Sucht, Gewalt, Krankheiten die negativen Auswirkungen unseres Essverhaltens legen den Schluss nahe, dass wir die Nahrungsaufnahme am besten ganz einstellen sollten, wäre da nicht unser energiefordernder Körper. Doch die Manipulationsmacht des Essens hat eine weitere Facette. Nahrungsmittel haben neben der Lebenserhaltung durchaus auch positive Auswirkungen: Bei Michael und Christopher Parker ist alles gleich, Aussehen, Temperament, Intelligenz. Die beiden Fünfjährigen sind eineiige Zwillinge. Exzellente Bedingungen für ein Experiment. Der Kinderpsychologe Jim Stevenson von der Universität Southampton entzog Michael Süßstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe ansonsten bekam er die gleichen Speisen wie sein Bruder. Die Folgen bemerkte nicht nur die Mutter: Michael war im Versuchszeitraum deutlich ausgeglichener und schnitt plötzlich bei Intelligenztests um 15 Prozent besser ab. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Zwillingsstudien, in denen den jungen Probanden Vitamine verabreicht wurden. Diese Experimente mit Kindern im Schulafter führten bereits dazu, dass an zahlreichen Schulen in den USA Vitaminpräparat verteilt werden.

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Lebensmittel und Essverhalten

Freitag 14. März 2008 von admin

Szenario: Hudson ist ein Gefängnisinsasse und nimmt an einem britischen Experiment teil. Der Versuchsaufbau: Mehrere Haftanstalten ändern ihren Menüplan. In der einen Hälfte der beteiligten Gefängnisse bekommen die Männer zusätzlich zu ihrer normalen Kost Vitamine, in der anderen Hälfte nicht. Das Ergebnis: Die mit den Zusatzpräparaten versorgten Häftlinge prügelten sich deutlich weniger. Die Wissenschaftler der Oxforder Organisation Natural Justice zogen eine eindeutige Schlussfolgerung: „Ernährung formt nicht nur unseren Körper, sondern beeinflusst auch unser Verhalten.”

Das Experiment verdeutlicht einen Umbruch innerhalb der Ernährungswissenschaft. Die Frage, welchen Einfluss das Essverhalten auf unseren Bauchumfang hat, ist zugunsten eines ganz neuen Forschungsfeldes in den Hintergrund gerückt: Wie beeinflusst das Essen unser Gehirn und damit unser Verhalten? Die Ergebnisse der neuesten Versuche sind frappierend. Nicht nur Aggressivität gilt inzwischen als nahrungsbedingt, auch Depressionen können durch Essen verursacht werden, und der richtige Speiseplan kann sogar unsere Intelligenz steigern. Nicht zuletzt haben Wissenschaftler jetzt eine heiße Spur zu der Frage entdeckt, wie uns das Gehirn derart gekonnt austrickst, dass wir eindeutig ungesundes Essen zu uns nehmen, obwohl wir uns fest vorgenommen haben, darauf zu verzichten.

Dass Essen krank machen kann, ist bekannt. Doch dass es regelrecht süchtig macht, bewiesen Forscher jetzt. Für viele fettleibige Menschen ist deshalb der Weg zurück in die Gesundheit versperrt. Sie sind fettsüchtig. Das Einzige, was ihnen noch helfen kann, ist eine professionelle Entziehungskur. Weniger zu essen, ist in diesem Stadium keine Lösung. Würden diese Menschen auf Diät gesetzt, bräche ihr Stoffwechsel zusammen Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit 1,6 Milliarden Menschen an Übergewicht leiden.

Gesunde bzw. schädliche Lebensmittel Teil 1
Gesunde bzw. schädliche Lebensmittel Teil 2

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Nahrungsmittel im Vergleich

Freitag 14. März 2008 von admin

Mandeln

Zerkaut wirken die Energiepakete im Magen wie Superpillen. Ihre Schale und der Kern sind voll von Antioxidantien, Stoffen, die die Reaktion mit Sauerstoff unterbinden. Im Blut sorgen diese Stoffe dafür, dass das dort vorhandene Cholesterin nicht mit dem hier transportierten Sauerstoff reagieren kann. Folge: Das Cholesterin lagert sich nicht ab.

Honig

Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker. Die restlichen 20 Prozent sind Wasser. Doch das ist nicht alles: Enzyme, die die Bienen bei der Herstellung des Honigs benutzen, bleiben als Reste im Honig. Ihre Wirkung: Sie töten Bakterien ab. Rund 60 Erreger-Arten greift der Honig an. Tee mit Honig unterstützt deshalb das Immunsystem.

Mortadella

Anders als bei einem frischen Steak, gelangen nicht nur Fett und Eiweiß in den Körper. Damit sich nicht sofort Schimmelpilze und Hefen aus der Wurst einnisten, muss Mortadella mit Konservierungsmitteln geschützt werden. Die Hersteller benutzen dafür Benzoesäure (E 210). Das Problem: Benzoesäure reagiert mit Vitamin C zu dem Gift Benzol.

Champignons

Pilze sind für den Körper relativ exotisch. Sie enthalten Stoffe, die weder Fleisch noch pflanzliche Nahrungsmittel liefern. Aber Kohlenhydrate aus Pilzen, die im Mund gleich auf gespalten werden, liefern besonders lange Energie. Gesund ist vor allem das Enzym Tyrosinase. Denn Tyrosinase wirkt im Körper langfristig blutdrucksenkend.

Olivenöl

Olivenöl passiert den Magen unbeschadet. Seine Fette werden erst im Darm gespalten. Schon wenige Tropfen Öl auf dem Salat steigern die Leistungsfähigkeit des Körpers für mehrere Tage. Die ungesättigten Fettsäuren wirken in den Gehirnzellen, die zu 60 Prozent aus Fett bestehen. Zu ihrem Aufbau benötigen wir Omega3-Fettsäuren aus dem Öl.

Laugenbrezel

Noch im Mund verarbeitet der Körper einige Inhaltsstoffe der Brezel. Sie besteht zu 90 Prozent aus weißem Mehl, sprich: aus Stärke. Die Stärke-Molekülketten werden vom Speichel in den kürzerkettigen Zucker zerlegt. Der Energiespiegel steigt innerhalb von Minuten. Konzentration und Kondition verbessern sich kurzfristig um bis zu 45 Prozent.

Reis

Die Stimmung nach dem Essen steigt, denn wer Reis isst, sorgt für seine Psyche. Reis enthält fast alle B-Vitamine, die beruhigend wirken. Thiamin (Vitamin B1) organisiert den Stoffwechsel im Gehirn. Bei Mangel können Depressionen entstehen. Außerdem beugt Reis durch den Inhaltsstoff Riboflavin (Vitamin B2) Migräne vor.

Salat

Zwischen einem Glas Wasser und einem Kopfsalat besteht kaum ein Unterschied - denn der Salat besteht zu 95 Prozent aus Wasser, Die übrigen fünf Prozent sind 15 Mineralstoffe, 12 Vitamine und vier Kohlenhydrate. Wegen der geringen Menge sollte viel Salat gegessen werden, sonst reichen die Stoffe nicht für den täglichen Zeltaufbau.

Wein

Nach den ersten Schlucken gelangt Alkohol ins Blut und so in alle Organe. Er verlangsamt die Reizweiterleitung durch die Nerven; spürbar durch Tunnelblick und abnehmendes Schmerzempfinden. Den Abbau nimmt u.a. das Enzym Alkoholdehydrogenase vor, das für den Körper giftig ist - besonders wenn es oft zum Einsatz kommen muss.

Chips

Breitet sich der Chipsgeschmack auf der Zunge aus, reagieren die Inhaltsstoffe bereits mit dem Gehirn. Der Kontaktstoff, der mit dem Gehirn kommuniziert, heißt Glutamat - ein Geschmacksverstärker. Im Gehirn dient er als Neurotransmitter. Er manipuliert dessen Befehle und sorgt dafür, dass der Körper nach immer mehr Chips verlangt.

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Lebensmittel im Vergleich

Freitag 14. März 2008 von admin

Kaffee

Nach dem ersten Schluck dauert es nur Minuten, bis das Koffein über das Blut zum Gehirn gelangt. Damit sich das Gehirn nicht überanstrengt, verlangsamt normalerweise ein Stoff namens Adenosin die Abläufe. An den Adenosin-Rezeptoren dockt nun Koffein an, sodass die Rezeptoren für das beruhigende Adenosin blockiert sind.

Pommes frites

Gleich im Mund löst der Speichel die Stärke aus der Kartoffel und baut sie zu Zucker ab. Fett und Ballaststoffe werden im Darm verarbeitet. Die Ballaststoffe kleiden als „Schutzfolie” gegen Erreger die Darm- wände aus. Gefährlich ist das Fett. Denn die Hersteller verwenden sogenannte Transfette. Diese manipulieren den Cholesterinspiegel.

Käse

Die erste Zersetzungsstation für Käse ist der Magen. Hier zerlegen Säuren und Enzyme die Eiweiße. Das Fett gelangt bis in den Dünndarm und von dort ins Blut. Obwohl Käse viel Fett enthält, wird relativ wenig Käse-Fett in den Zellen eingelagert. Das liegt daran, dass Käse arm an Stärke ist, die sonst vor dem Fett verbraucht wird.

Snickers

Der erste Biss zieht den verfügbaren Speichel zusammen, um die Zuckermoleküle zu zerlegen. Sofort gelangen sie ins Blut und lassen den Blutzuckerspiegel innerhalb von Minuten hochschnellen. Zur Zuckerverwertung produziert der Körper viel Insulin, das alle verfügbaren Zuckerreserven im Blut gleich wieder abbaut. Die Folge: Müdigkeit.

Steak

Salzsäure und das Enzym Pepsin zerlegen die Eiweiße im Magen in die einzelnen Aminosäuren, die Bausteine von Proteinen. Die Molekülketten des Fetts zerlegen Enzyme im Dünndarm. Etwa 20 Minuten nach dem Schlucken gelangt es ins Blut. Kann das Fett nicht sofort in den Organen verwertet werden, wird es in die Fettzellen transportiert.

Gummibärchen

Bereits im Mund registriert das Gehirn die Geschmackssorten. Sie kündigen ein Nahrungsmittel an, das aber nicht eintrifft. Folge: Der Magen bereitet die falschen Enzyme und Säuren vor. Manche Aromastoffe sind sogar hoch aggressiv. Zum Beispiel die Zitronensäure. Sie fördert die Aufnahme von schädlichen Schwermetallen.

Kaugummi

Auch wenn wir es nicht schlucken, nehmen wir einige seiner Inhaltsstoffe über den Speichel auf. Häufig sind gelber (E 104) und blauer Farbstoff (E 133) enthalten. Diese können Gehirnzellen in einem Maß angreifen, das bei Kindern zu bleibenden Schäden führen kann. Vermutlich krebserregend wirkt zudem der Stabilisator Butylhydroxytoluol (E 321).

Kaviar

Die Fischeier sind sehr reich an Eiweiß, das im Magen gespalten wird. Zerlegt in Aminosäuren, dient es als Reservelager für neue Proteine. Neben Fett, Mineralstoffen und Cholesterin verzehrt der Kaviar-Esser zudem einen weiteren Stoff: das Konservierungsmittel Borsäure (E 284). Es ist eigentlich verboten, Kaviar ist eine Ausnahme.

Lakritze

Der Lakritzgeschmack wird von dem Salzgemisch Glycyrrhin verursacht. Glycyrrhinsäure wirkt auf Kleinstlebewesen als Gift. Sobald Bakterien und Pilze mit der gelösten Lakritze im Mund, Magen oder Darm in Kontakt kommen werden sie zerstört. Folge: Die Süßigkeit wirkt schleimlösend und hilft deshalb gegen Husten und Schnupfen.

Apfel

Der Biss in einen Apfel liefert vor allem Flüssigkeit, Vitamine und Zucker. Das Wasser durchläuft den Magen und schwemmt schädliche Stoffe über die Nieren aus. Der Zucker geht ins Blut. Die Energiezufuhr wirkt sofort. Davon profitiert vor allem das Gehirn. Die Vitamine werden über mehrere Stunden gelöst und zu Zellbausteinen verarbeitet.

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Neue chirurgische Eingriffe: Krampfadern, Mandeln, Augen-OP

Donnerstag 13. März 2008 von admin

Krampfadern

Der Laser-Strahl heilt von innen
Sie sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Krampfadern (Varizen) können auch gefährlich werden. Denn in diesen dicken, gewundenen Beinvenen herrscht ein ständiger Blutstau, der geschwollene und schmerzende Beine verursacht. Im schlimmsten Fall entwickelt sich eine Thrombose, also ein Blutgerinnsel, das die Vene verstopft. Die effektivste Methode ist die Entfernung der betroffenen Vene, doch gerade im Anfangsstadium oder wenn nur eine kurze Strecke des Gefäßes betroffen ist, kann auch eine Laser-OP Abhilfe bringen. Dr. Uwe Hauswirt, Oberarzt an der Hautklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf: „In örtlicher Betäubung wird unter Ultraschallkontrolle über einen Katheter eine biegsame Glasfaser eingeführt, durch die der Laserstrahl von innen an die Venenwand geleitet wird.” Innerhalb weniger Minuten wird der Laserfaser zurückgezogen, wobei die Vene durch die freigesetzte Energie verschlossen wird. Danach muss für einen Tag ein Druckverband und für eine Woche ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Die Behandlung (ca. 925 Euro) wird bislang nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

Mandeln

Nicht immer müssen sie komplett heraus
Eine Mandel-Operation vergisst man nie. G Denn Schmerzen, Schluckbeschwerden oder Blutungen sind oft unangenehme Begleiterscheinungen. Gerade wegen der starken Blutungsgefahr bleiben die meisten Patienten etwa fünf bis sieben Tage im Krankenhaus. Doch nicht immer müssen Mandeln komplett raus. „Bei stark vergrößerten Mandeln kann es gerade bei Kindern sinnvoll sein, nur eine Mandel zu entfernen”, sagt Professor Friedrich Bootz, Direktor der HNO-Uniklinik Bonn. Der Grund: Mandeln sind wichtig für die Entwicklung des Immunsystems, bis zum vierten Lebensjahr sollte man sie möglichst gar nicht entfernen. Alternative: die Ausschälung der Gaumenmandeln, bei der die sie umgebende Kapsel im Körper belassen wird. Nachblutungen kommen nur selten vor, meist kann man am selben Tag noch nach Hause. In der Regel wird dieses Verfahren bei Kindern, die unter vergrößerten Mandeln leiden, die die Atmung behindern, zwischen dem zweiten und achten Lebensjahr durchgeführt.

Augen-OP

Mit Radiowellen gegen Alterssichtigkeit
Alterssichtigkeit beginnt schleichend –doch eine Sehschwäche bis +2,75 Dioptrien Lesebrillenstärke kann per Radiowellen korrigiert werden. Dr. Georg Gerten von der Augenklinik am Neumarkt in Köln: „Wir führen einen haardünnen Stift an acht verschiedenen Stellen in die Hornhaut ein.” Die Hornhaut wird an diesen Punkten sanft erwärmt, das Kollagen schrumpft. Das Gewebe zieht sich leicht zusammen, es bildet sich eine Art Gürtel um die Mitte der vorderen Hornhaut, der dann eine Krümmung bewirkt. Das verstärkt die Brechkraft des Auges, erhöht die Sehkraft im Nahbereich. Diese sogenannte Conduktive Keratoplastik erfolgt ohne Laser oder Skalpell schmerzfrei in Tropfanästhesie. Optimiert für die Nahsicht wird nur ein Auge, das andere bleibt unbehandelt und ist für die Weitsicht zuständig. Nach der Behandlung können 95 Prozent der Patienten Texte auf dem Computerbildschirm erkennen, 80 Prozent ohne Brille Zeitung lesen. Die Kosten inklusive Vor- und Nachuntersuchungen betragen 1500 Euro, die der Patient selbst bezahlen muss.

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Neue chirurgische Eingriffe: Gallenblase, Nebenhöhlen, Gebärmutter

Donnerstag 13. März 2008 von admin

Gallenblase

Operation, die keine Narben hinterlässt
Eine Entfernung der Gallenblase ohne sichtbare Schnitte oder Narben - unmöglich? Nein.
Während die bisher üblichen mir mal-invasiven Eingriffe zur Entfernung der Gallenblase immerhin noch vier fünf bis zehn Millimeter große Narben auf dem Bauch hinterließen, wählt man sich neuerdings andere Zugangswege für die kleinen Endoskope. Beispielsweise führt u.a. das Israelitische Krankenhaus in Hamburg die narbenlose Entfernung der Gallenblase und des Blinddarms bei Frauen durch die Scheide durch. Auch Blinddarmentfernungen durch den Mund und dann durch eine kleine Öffnung im Magen - könnten in einigen Jahren Routine sein. „Es besteht aber das Risiko, dass Keime aus der Mundhöhle in den Bauchraum gelangen”, sagt Professor Friedrich Hagenmüller, Chefarzt an der Hamburger Asklepios Klinik Altona. Allerdings hinterlassen auch die bisherigen, im Gegensatz zu den neuen Methoden lange erprobten Verfahren nur sehr kleine Narben, und die Patienten sind nach wenigen Tagen wieder fit.

Nebenhöhlen

Ein kleiner Ballon vertreibt Entzündungen
Wer er immer wieder unter einer Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) leidet, für den gab es bis jetzt fast nur die operative Erweiterung der Nebenhöhlen, einige Tage Krankenhausaufenthalt inklusive. Dabei mussten Knochenanteile entfernt werden, um die anatomischen Engstellen zu beseitigen und das gestaute Nasensekret zum Abfließen zu bringen. Eine neue Methode scheint weniger belastend für den Patienten zu sein. Bei diesem sogenannten Ballon-Sinuplasty-Verfahren schiebt der Arzt unter Röntgenkontrolle einen dünnen Katheter in die verstopften Nebenhöhlen. An der Spitze dieses dünnen Drahtes befindet sich ein kleiner Ballon, der direkt an engen Stellen platziert und dort mit hohem Druck aufgeblasen wird. Der Knochen wird dabei auseinander-gepresst und der verengte Gang erweitert. Durchgeführt wird dieses neue Verfahren u. a. an der HNO-Uniklinik Marburg, die Kosten (3000 bis 4000 Euro) werden noch nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

Gebärmutter

Operation mit Goldnetz in 90 Sekunden
Jedes Jahr wird in Deutschland etwa 150 000 Frauen die Gebärmutter entfernt, die Hälfte der Operationen erfolgt wegen gutartiger, schwer therapierbarer Blutungsstörungen, also einer überlangen oder sehr starken Regelblutung. Offenbar in vielen Fällen überflüssig. Dr. Adolf Gallinat von der Tagesklinik Altonaer Straße in Hamburg: „Eine alternative, minimalinvasive und organerhaltende operative Methode stellt die Verödung der Gebärmutterschleimhaut, die Endometriumablation, dar.” Dabei wird die Blutungen verursachende Schleimhaut der Gebärmutter in einem 20-minütigen Eingriff elektrisch verödet. Noch eleganter geht das jetzt mit einem Goldnetz, das sich der Gebärmutterhöhle genau anpasst. In nur 90 Sekunden wird hier die Schleimhaut abgetragen. Erfolgsquote: 98 Prozent. Doch nicht alle Krankenkassen bezahlen das rund 1000 Euro teure Einmal-Instrumentarium. An der Hamburger Tagesklinik werden erfolgreich auch minimalinvasive Gebärmutterentfernungen durchgeführt. Die Patientin kann bereits am Abend der OP nach Hause.

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Der online Zahnarzt - Teil 2

Mittwoch 12. März 2008 von admin

Brücke: Ersatz der lange hält

5: Wenn der Zahnarzt den kranken Zahn ziehen muss, gibt es neben Implantaten auch die Möglichkeit der Brücke. Brücken sind die beste Methode, wenn Nachbarzähne z.B. auch schon eine Krone haben oder eine Behandlung lange zurückliegt. Die Zähne werden unter örtlicher Betäubung ringsherum um etwa 1-1,5 mm beschliffen. Danach nimmt der Zahnarzt einen Abdruck von den Zähnen. Nach der Fertigstellung des Zahnersatzes wird dieser mit einem Spezialzement unlösbar an den Zähnen befestigt. Eine Brücke ist nur möglich, wenn an beiden Enden ein Zahn oder zumindest ein Implantat sitzt. Das Zahnfleisch darf nicht erkrankt sein. Dauer: mehrere Stunden. Kosten: nach Aufwand und Material, Kassen zahlen Zuschuss. Bei guter Pflege halten Brücken länger als 20 Jahre. Als zahnschonende Alternative zu konventionellen Brücken mit Vollkronen kann man im Einzelfall die Versorgung mit Klebebrücken (Marylandbrücken) in Erwägung ziehen, die ca. fünf Jahre halten. Fazit: Ein solider Zahnersatz, der lange hält und nicht pflegeintensiver ist als Implantate.

Implantate: Neue Zähne in 1 Stunde

6: Ob durch Karies oder Parodontitis, wenn ein Zahn nicht mehr zur retten ist, wird er gezogen und ersetzt. Beste Methode: Implantate aus Titan oder Keramik. Keramik eher für die Frontzähne, Titan wegen höherer Stabilität eher für die Seitenzähne. Nach Röntgen und Vermessen der Zähne werden im ersten chirurgischen Eingriff die Implantate gesetzt und wenn nötig mit einer provisorischen Prothese versorgt. Nach 1 drei bis sechs Monaten Einheilzeit werden die dauerhaften Kronen auf die Implantatstifte gesetzt. Dauer: pro Sitzung ca. 1 Stunde. Kosten: 1 1600-2400 Euro (inkl. Krone), Privatleistung, gesetzliche Kassen zahlen nur den Regelsatz für eine Brücke dazu (404 Euro).

Krone: Rettet den Zahn

7: Sofort-Implantate. Der Eingriff erfolgt in Schlüsselloch-Chirurgie ohne Skalpell und Naht. Der Zahnarzt erstellt per Computer eine Operationsschablone. Dann werden dem Patienten die vorher angefertigten Kronen auf beschichtete und schnell einheilende Implantate gesetzt.
Dauer: pro Implantat ca. eine Stunde. Kosten: ca. 2000 bis 3000 Euro. Nur für Patienten mit entzündungsfreiem Zahnfleisch und intakten Kieferknochen. Fazit Hier lohnt sich der Vergleich mit dem Ausland. Schwer beschädigte Zähne oder Zahnfragmente kann man überkronen. Die beste Methode: Vollkeramikkrone. Die Herstellung ist sehr aufwendig und teuer. Dafür genügt sie aber höchsten ästhetischen Ansprüchen und ist sehr gut verträglich. Der defekte Zahn wird beschliffen und dann wird ein Abdruck vom Zahnrest genommen. Im Labor wird die Krone angefertigt und bei der zweiten Sitzung anprobiert. Erst dann erfolgt das endgültige Einzementieren. Dauer: ca. 1,5 Stunden. Andere Methoden: Vollgusskrone, sie fallen durch gold- oder silberfarbenen.
Glanz auf, kosten ab 330 Euro. Alternativ: Metallkronen mit Teil- oder Vollverblendung aus Keramik (360 bis 500 Euro). Fazit: Keramik ist etwas bruchempfindlich, was bei Patienten, die mit den Zähnen knirschen, beachtet werden muss.

Prothese: Die neuen Dritten

8: Wenn mehrere oder alle Zähne verloren gegangen sind, kann eine Zahnprothese helfen. Beste Methode : Vollprothese. Sie wird erforderlich, wenn alle Zähne verloren gegangen sind. Die herausnehmbare Vollprothese, bei der die neuen Zähne auf einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis sitzen, kann ohne
PROTHESE Fehlt die gesamte Zahnsubstanz, ist eine herausnehmbare Vollprothese die einfachste und preiswerteste Lösung OP eingepasst werden. Nachteil: Sie kann langfristig zum Knochenabbau führen. Andere Methode: Teilprothese. Gebogene Draht- oder Gussklammern aus Stahl werden zur Befestigung des Zahnersatzes an noch gesunden Zähne verwendet. Nachteil: Ästhetik lässt zu wünschen übrig, die Pfeilerzähne werden strapaziert. Fazit: Eine sorgfältige Beratung ist sinnvoll.

Warum überhaupt eine Zusatzpolice?
Zwar wird immer wieder behauptet, die Krankenkasse zahle die Hälfte der Zahnersatzkosten, doch das stimmt nicht - selbst bei einfachen Behandlungen (Überkronung): 400 Euro kostet der Zahndeckel, davon übernimmt die Kasse (ohne Bonusheft) 117,31 Euro. Muss ein Zahn komplett ersetzt werden, liegen die Kosten bereits bei 700 bis 1300 Euro - und die Kasse beteiligt sich mit gerade mal 278,14 Euro. Allein dafür lohnt sich eine Zusatzpolice (Tabelle).

Seit neuestem gibt es die Zahn-Vollkasko
Bisher übernahm keine Zusatzversicherung die Kostenlücke vollständig. Das hat sich jetzt geändert: Für Zahnersatz werden inkl. Kassenzuschuss 100 Prozent der Kosten übernommen. Für kieferorthopädische Leistungen werden meist 80 % erstattet, wenn kein Leistungsanspruch gegenüber der Krankenkasse besteht.

Wer zu alt ist, wird oft abgewimmelt
Nicht jeder Kunde ist den Versicherungen willkommen So haben z. B. die meisten eine Altersgrenze, bis zu der sie Neukunden aufnehmen. Keine Alterbeschränkung gibt es bei der Barmenia.

Tarife mit unterschiedlichem Niveau
Wer einen hochwertigen Zahnersatz erwartet, ist mit den Fünf-Sterne-Tarifen (Tabelle) am besten bedient.

Die Angebote von der eigenen Kasse
Viele Krankenkassen machen ihren Mitgliedern private Zusatzversicherungen schmackhaft. Und im ersten Moment sehen diese Angebote günstiger aus als die in der Tabelle. Doch oft trügt dieser Eindruck. Der geringere Beitrag wiegt die eingeschränkten Leistungen nicht immer auf.

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Der online Zahnarzt - Teil 1

Mittwoch 12. März 2008 von admin

Wer bei teuren Zahnbehandlungen Geld sparen will, sollte nicht beim erstbesten Angebot zugreifen. Mit Preisvergleichen, Internetauktionen und durch Auslandsangebote wird es oft erheblich günstiger

Schöne Zähne sind unsere Visitenkarte. Die Methoden für ein perfektes Gebiss werden immer besser - niemand muss heutzutage mit schiefen oder unansehnlichen Zähnen herumlaufen. Doch ob das Aufhellen der Zähne per Bleaching oder das Einsetzen eines Implantates: Seit 2005 gewähren die gesetzlichen Krankenkassen nur noch Festzuschüsse. Das heißt: Der Patient muss oft aus eigener Tasche dazu bezahlen. Wer Preise vergleicht und Angebote anderer Zahnärzte einholt, kann erheblich sparen. So geht’s: Vor der Behandlung erstellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP), den die Krankenkasse bewilligen muss. Der Plan schlüsselt Diagnosen, Festzuschüsse der Kasse und Kosten der geplanten Versorgung auf. Der Patient kann mit diesem HKP zu einem anderen Zahnarzt gehen bzw. von diesem einen zweiten HKP erstellen lassen. Nicht selten kommt unterm Strich ein geringerer Betrag heraus. Grund: Die Zahnärzte können ihre Vergütung je nach Aufwand um das 2,3- bis 3,5-Fache steigern - müssen dies aber nicht. Und da rund 60 Prozent der Gesamtkosten auf Labor und Material entfalten, bieten einige Zahnärzte durch die Zusammenarbeit mit asiatischen Dentallabors deutlich billigere Tarife an. Qualitativ kann dieser Zahnersatz mit dem aus deutscher Fertigung mithalten. Die Zahnarztkette McZahn bietet Zahnersatz zum Nulltarif bzw. unter den am Markt üblichen Preisen an, möglich durch Großeinkauf von Prothetik in China. Zudem kann jeder seine Zahnarztbehandlung im Internet ausschreiben (Adresse siehe unten) und warten, welcher Zahnarzt aus der Umgebung ihm das günstigste Angebot macht. Er muss dazu nur seinen Heil-und Kostenplan per Post an den Anbieter schicken, der stellt ihn dann ins Netz. Sind genügend Angebote da, stellt der Anbieter den Kontakt zwischen Zahnarzt und Patient her. Auch Zahnersatz im Ausland wie Polen oder Ungarn lassen sich über das Internet buchen. Ein Zwei-Tages-Tripp z.B. nach Budapest kos¬tet etwa 250 Euro inklusive Hotel und Verpflegung.

Transplantation: Ersetzt das Zahnfleisch

1: Mehr als 80 Prozent der Deutschen leiden unter entzündlichen Veränderungen am Zahnfleisch. Die Folge: Der Knochen geht zurück, die sensiblen Zahnhälse liegen frei. Die Zähne fallen aus. Wenn die üblichen Methoden der Parodontitis-Behandlung wie Zahnfleischtaschenreinigung und Knochenaufbau ausgeschöpft sind, ist die beste Methode die Transplantation. Aus dem Gaumen wird ein Stück Zahnfleisch entnommen und mit einem speziellen Gewebekleber über den freiliegenden Zahnhals geklebt. Es entstehen keine Narben. Dauer: Pro Zahnhals etwa 50 Minuten. Das Verhältnis von Zahnfleisch zu Zahnhals wird dadurch optimiert. Risiko: Das angepflanzte Zahnfleisch kann sich wieder zurückbilden. Aufwendig, aber mit guten langfristigen Ergebnissen. Kosten: ca. 250 Euro pro Zahnhals, keine Kassenleistung. Andere Methode: Die Zahnhalsfüllung. Über den freiliegenden Zahnhals wird eine Kunststofffüllung aufgetragen, die den Defekt abdeckt. Dauer. ca. 15 Minuten. Kosten: ca. 30 Euro pro Zahn; die Kassen zahlen. Fazit: Transplantationen sind selten. Wenden Sie sich deshalb an einen Fachzahnarzt für Parodontologie (Gelbe Seiten).

Zahn bleaching: Lächeln wie die Stars

2: Tee, Kaffee und Medikamente verfärben die Zähne mit der Zeit störend. So kann der Zahnarzt helfen:
Beste Methode: Power-Bleaching. Zunächst werden die Zähne gereinigt und grobe Verunreinigungen auf der Zahnoberfläche entfernt. Dann wird kurzzeitig ein Wangenexpander i7 den Mund gesetzt, um die aufzuhellenden Zähne für die Behandlung freizulegen. Nun wird ein Bleichgel auf die Zähne aufgetragen. Dauer: 40 Minuten bis 1 Stunde. Eine vorübergehende Überempfindlichkeit der Zähne ist möglich. Andere Methode: Home Bleaching mit Schienen. Der Zahnarzt fertigt eine Kunststoffschiene an. Je nach Verfärbung muss man diese Schiene bis zu sieben Mal mit Bleichgel füllen und über Nacht tragen. Nachteil: Die Zahnempfindlichkeit wird erhöht. Das Verfahren ist umständlich. Fazit Viele Zahnkliniken in Osteuropa behaupten, Keramikkronen können gebleicht werden. Das ist jedoch falsch. Generell gilt bei Kronen und Füllungen: Bleaching bringt nichts, Kronen und Füllungen behalten ihre dunklere Farbe.

Veneers: Helfen bei schiefen Zähnen

3: Die meisten Menschen haben irgendwo eine kleine Zahnlücke, über perfekt gerade stehende Zähne verfügen auch nur einige wenige. Aufwendige Zahnspangenbehandlungen können helfen, aber es geht auch einfacher. Beste Methode bei kleineren Problemen: Veneers - hauchdünne Keramikschalen. Der betroffene Zahnbereich wird begradigt und in Form gebracht. Dann wird ein Abdruck genommen, das fehlende Stück aus Keramik nachgebildet und in einer zweiten Sitzung auf den Zahn geklebt. Für den Übergang erhält man provisorische Kunststoffschalen. Dauer: 30 bis 60 Minuten. Fazit: Veneers halten bis zu 10 Jahre, sehen gut aus. Nachteil: sehr teuer, weil grundsätzlich kein Kassenzuschuss.

Inlays: Passgenaue Füllungen

4: Der Zahnarzt hat ein Loch im Zahn entdeckt. Standard ist eine Füllung aus Kunststoff oder Amalgam. Die gesetzlichen Kassen zahlen bei Seitenzähnen nur Amalgam, bei Frontzähnen auch Kunststoff; bei nachgewiesener Amalgam-Allergie auch beim Seitenzahn. Ist das Loch zu groß, ist die beste Methode ein Inlay. Aus Keramik oder Gold
wird eine feste Form gegossen oder gefräst, die haargenau in das für die Füllung vorbereitete „Loch” passt. Wichtig: Der Zahnarzt muss mehr vom Zahn wegbohren. Ein Inlay kann daher, wie auch die Füllung, nur eingesetzt werden, wenn nach der Karies-Entfernung noch genügend Zahnsubstanz übrig geblieben ist, um dem Kaudruck standzuhalten. Denn sind die Zahnwände zu dünn, bricht das Gefüge. In solchen Fällen wird zu einer Krone geraten. Dauer: 45 Minuten.
Gold oder Keramik - nicht nur der Preis unterscheidet die beiden Materialien. Keramik ist las härtere Material. Gegenüberliegende Zähne könnten bei nicht perfektem Schliff leichter Schaden nehmen. Patienten, die nachts mit den Zähnen knirschen, sollten besser Gold-Inlays nehmen. Gold ist laut Studien zahnmedizinisch bewährter, aber temperaturempfindlicher - und eben nicht zahnfarben.
Fazit: Bei Inlays rechnet sich eine Auslandsbehandlung nicht. Bedenken Sie die Reisekosten von Flug, Auto- oder Bahnfahrt z.B. nach Polen oder Ungarn. Weiter zu Teil 2

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Sodbrennen

Dienstag 11. März 2008 von admin

Jeder fünfte Deutsche leidet heute inzwischen unter Sodbrennen. Viele sind sich über eventuelle Folgen nicht im Klaren. Was Sie über Sodbrennen wissen sollten

Mal ist es das Gläschen Wein oder zu fettes Essen, das zu den Beschwerden von Sodbrennen führt: Völlegefühl, Magendrücken, Aufstoßen, Schluckstörungen oder Druck hinter dem Brustbein. Insbesondere im Liegen oder beim Bücken. Einige Patienten empfinden auch Herzschmerzen, die Engländer nennen es darum „Heartburn”. Rund 40 Prozent der Deutschen sind betroffen. Als Dauererscheinung ist es nicht ohne Risiko.

Wodurch entsteht Sodbrennen?

Dadurch, dass Magensaft in die Speiseröhre aufsteigt. Alles, was die Säureproduktion anregt, ist daher schlecht: zum Beispiel Stress, fette Speisen, scharfe Gewürze, Süßigkeiten, saures Obst, Alkohol, Kaffee und Schwarztee. Nikotin fördert Sodbrennen gleich doppelt, denn es regt die Produktion der Magensäure an und schwächt die Muskulatur am Mageneingang. Auch Übergewicht oder aber eine Schwangerschaft können den Druck auf den Muskel erhöhen. Ein Trost: Ist das Baby erst da oder ist man seine überflüssigen Kilos wieder los, funktioniert der Muskel reibungslos.

Ab wann gilt Sodbrennen als ernst zu nehmende Krankheit?

Das gelegentliche Aufsteigen (Reflux) von Magensäure in die Speiseröhre ist ein normaler Prozess. Eine Reflux-Krankheit liegt vor, wenn der Patient sich entweder ständig beeinträchtigt fühlt oder die Speiseröhre nachhaltig geschädigt ist. Das Schwierige ist, dass Patienten mit vergleichbar starken Symptomen unterschiedlich schwer erkrankt sein können. Als Grundsatz gilt daher: Wer häufiger Sodbrennen hat, sollte unbedingt zum Arzt gehen.

Welche Ursachen gibt es für Sodbrennen?

Seit Kurzem weiß man, dass bei mehr als der Hälfte der Reflux-Patienten keine organischen Ursachen für das Sodbrennen vorliegen. Diese Menschen sind sehr empfindlich, sie reagieren schon auf geringe Mengen Säure. Ihre Lebensqualität kann dadurch zwar stark beeinträchtigt sein, eine Schädigung der Speiseröhre ist bei ihnen jedoch nicht zu befürchten. Anders sieht es bei den Menschen mit organischen Störungen aus, bei denen der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen nicht richtig funktioniert, z.B. bei einer zu großen Zwerchfelllücke (Hiatushernie).

Worin besteht ihr Risiko?

Magensäure ist Salzsäure und sehr aggressiv. Ist der Muskelverschluss undicht, fließt permanent Säure in die Speiseröhre, wodurch Schäden an ihrer Schleimhaut hervorgerufen werden. Eine Entzündung bzw. Sodbrennen ist dann die Folge. Schlimmstenfalls droht sogar Speiseröhrenkrebs. Zudem kann die Säure in Mundhöhle und Atemwege gelangen. Die Folgen reichen von Heiserkeit bis hin zu asthmaartigen Beschwerden.

Wie stellt man die Diagnose?

Mit Hilfe der Speiseröhrenspiegelung wird ein flexibler dünner Schlauch (Endoskop) vom Rachen aus in die Speiseröhre geschoben. Der Patient bekommt eine Narkose. In speziellen Fällen muss auch eine Druckmessung ( „Ösophagus-Manometrie ” ) sowie eine Säurebestimmung in der Speiseröhre („24-Stunden-pH-Metrie”) durchgeführt werden. Dafür wird eine dünne Sonde bis zum Speiseröhrenmuskel vorgeschoben und dort über 24 Stunden belassen. In dieser Zeit kann ganz normal gegessen und getrunken werden.

Wie sieht die Behandlung von Sodbrennen aus?

Bei leichten Beschwerden reicht es oft, die Lebensgewohnheiten umzustellen, süße oder fette Speisen, Alkohol und Nikotin zu vermeiden. Lieber viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen, nach 18 Uhr nichts mehr. Auch das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper kann Reflux verhindern. Bei gelegentlichem Sodbrennen helfen rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke (Antazida), die die Magensäure binden. Hingegen sind bei ständigen Beschwerden vom Arzt verschriebene Protonenpumpenhemmer oder H2-Antihistaminika nötig. Sie verringern die Säureproduktion. Oft muss man die Tabletten sein Leben lang nehmen.

Welche Operationen oder Eingriffe können gegen Sodbrennen helfen?

Bei einer zu großen Zwerchfelllücke kann durch ein chirurgisches Verfahren die Schließmuskelfunktion wieder hergestellt werden. Hierfür hat sich die Fundoplicatio-Operation bewährt: Durch einen kleinen Schnitt wird ein Laparoskop (Bauchspiegel) eingeführt, dann aus der Magenwand eine Manschette gebildet und um den Speiseröhrenschließmuskel gelegt. Zudem sind in Deutschland zwei endoskopische Verfahren zugelassen, die aber vom Patienten gezahlt werden müssen. Bei der Stretta-Methode appliziert man durch Radiofrequenzenergie Hitze in den Schließmuskel. Die entstehende Narbenschicht unterstützt den Schließmuskel. Beim Plicator-Verfahren wird ein Teil der Magenwand um den Muskel gefaltet und vernäht.

Kleine Helfer gegen Sodbrennen

Kaugummi kauen, etwa eine Stunde lang nach dem Essen. Der vermehrte Speichel verdünnt die Säure im Magen.

Beris Amara Die bittere Schleifenblume (z. B. in Magenbitter) wirkt neutralisierend. Ebenso: Basensalze

Apfelessig 1 TL mit einem Glas Wasser trinken. Das mag überraschend klingen, weil Essig sauer ist, klappt aber oft.

Kaltes Wasser Die Flüssigkeit verdünnt die Magensäure. Auch gut: Kräuter- und Früchtetees, Milch.

Weißkohlsaft besänftigt den Magen. Als Kur eine Woche lang täglich einen halben Liter davon trinken.

Rohe Kartoffeln kauen. Die Stärke Die Stärke bindet die Magensäure und verhindert ihr Aufsteigen in die Speiseröhre.

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Welches Pflaster?

Montag 10. März 2008 von admin

Wer denkt, daß es keine großen Unterschiede zwischen verschiedenen Pflastern gibt, hat sich getäuscht. Jede Verletzung braucht eine andere Versorgung, damit sie problemlos und möglichst narbenfrei abheilen kann

Wundpflaster

Für kleine Alltagswunden jeder Art, wie Schürf- und Schnittwunden, Kratzer oder Blasen ist das Wundpflaster geeignet. Das Wundpflaster schützt vor Verunreinigungen, saugt Flüssigkeit auf und verklebt nicht mit der Wunde. Es sollte die ganze betroffene Stelle abdecken. Darauf achten, daß die Pflasterränder auf gesunder, unverletzter Haut kleben.

Desinfektionspflaster

Das Desinfektionspflaster hilft bei leicht blutenden Verletzungen. Desinfiziert die Wunde durch besondere Inhaltsstoffe. Wenn diese stark verschmutzt ist, sollte sie vorher mit klarem Wasser gereinigt und getrocknet werden.

Brandwundenpflaster

Geeignet für leichte oberflächliche Verbrennungen und Verbrühungen. Eine spezielle Wundauflage und Inhaltsstoffe sorgen beim Brandwundpflaster für optimale Feuchtigkeitsbalance, die zu rascher Heilung führt. Wunde unter kaltem, fließendem Wasser reinigen und das Brandwundpflaster mehrere Tage drauf lassen.

Gel-Pflaster

Ideal für Schnitt- und Schürfwunden sowie Blasen ist das Gelpflaster. Es sorgt durch ein feuchtes Klima für optimale Heilbedingungen. Die Wunde trocknet nicht aus, und die Narbenbildung wird reduziert. Das Gelpflaster mehrere Tage drauflassen, bis es anfängt, sich selbst an den Rändern zu lösen. Notfalls erneuern.

Wasserabweisendes Pflaster

Optimal zum Baden, Duschen oder Wassersport. Das wasserabweisende Pflaster schützt Verletzungen, die nicht mit Wasser in Berührung kommen sollten, und ist dennoch Luft und Wasserdampf durchlässig. Die Wunde vorher säubern und trocknen.

Sprühpflaster

Das Sprühpflaster deckt kleine Wunden an Stellen ab, an denen herkömmliche Pflaster schlecht haften. Ein transparenter, wasserdichter und atmungsaktiver Film, der sich von allein wieder auflöst, sorgt für sicheres Abheilen ohne Schorfbildung. Wunde unter fließendem Wasser reinigen, Pflaster aufsprühen (kann brennen).

Hypoallergenes Pflaster

Durch ein hautfreundliches Vlies und Spezialkleber ist das hypoallergene Pflaster extra für Personen mit empfindlicher Haut und einer Pflasterallergie geeignet. Die Wunde vorher säubern und trocknen. Keine Wundcremes auftragen, ansonsten hält das Pflaster nicht.

Flüssigpflaster

Wird bei Verletzungen an schwer zugänglichen Stellen aufgetupft das Flüssigpflaster wirkt punktgenau und brennt nicht. Der schützende Film löst sich nach einigen Tagen wieder von allein ab. Damit die Flüssigkeit haft, muß die Wunde vorher gereinigt werden und fettfrei sein.

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